Elternschaft: Kaum eine andere Aufgabe im Leben bringt so viel Freude, aber auch Frustration und Herausforderung mit sich.. Mit Freude wird die Ankunft des kleinen Lieblings erwartet. Noch bevor das Kind das Licht der Welt erblickt, stehen viele Entscheidungen an – angefangen bei der funktionalen Wickeltasche über die Wahl der Kinderärzt*innen bis hin zur Suche nach einem passenden Kitaplatz. Ratschläge gibt es von allen Seiten zur Genüge. In diesem Artikel erfährst Du, wie Achtsamkeit Dich als Mutter oder Vater unterstützen kann.
So wie früher – so auch heute?
Die Regeln, die für unsere Eltern oder Großeltern noch galten, weichen immer mehr auf. Es gibt keine klaren Vorgaben mehr darüber, wie man seine Kinder erziehen sollte. Die Erwartungen der Gesellschaft hingegen sind groß. Obwohl es zahlreiche Erziehungsratgeber, Mami-Blogs und andere Quellen zur Information gibt, sind viele verunsichert darüber, wie sie sich richtig verhalten sollten.
Rollenerwartungen und Elternschaft
Ein anderer Aspekt, der für Eltern belastend sein kann, sind die unterschiedlichen Rollenerwartungen. Es können Konflikte entstehen, die Stress verursachen. Eine ausgewogene Balance zu finden und dafür zu sorgen, dass es allen Beteiligten gut geht, ist nicht immer ganz einfach.
Die Kleinen bringen ihren eigenen Kopf mit und fordern ihre Eltern in allen erdenklichen Bereichen. Eltern müssen sowohl mit ihren eigenen als auch mit den Gefühlen der Kinder umgehen können und ihnen einen Rahmen geben, in dem sie sich gesund entwickeln können.
Für die Elternschaft gibt es weder eine Pausetaste noch Urlaub. Gleichzeitig müssen immer mehr Eltern eine Doppelbelastung mit Familie und beruflichen Verpflichtungen unter einen Hut bringen. So versuchen wir, als Eltern unser Bestes zu geben und gehen dabei manchmal auch über unsere Grenzen hinaus.

Vorteile der Achtsamkeit in der Elternschaft
Und was hat das jetzt alles mit Achtsamkeit zu tun? Durch das Üben von Achtsamkeit kannst Du lernen, Deine Emotionen besser zu regulieren. Dies ist ein wichtiger Punkt, der für die Eltern-Kind-Beziehung von großer Bedeutung ist. Es gibt Situationen, in denen man sich als Elternteil nicht so verhält, wie man es möchte. Es kann passieren, dass man einen stressigen Tag hatte, unausgeschlafen ist oder einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Manchmal verhält man sich seinem Kind gegenüber nicht so, wie es den eigenen Ansprüchen entspricht. Das kann dazu führen, dass man sich noch schlechter fühlt und der Stresslevel noch weiter steigt.

Kindererziehung und Achtsamkeit
Ein Aspekt der Achtsamkeit in der Erziehung ist, dass Du lernst mit Deinen eigenen Gefühlen, aber auch mit den Gefühlen Deines Kindes anders umzugehen. Achtsamkeit trägt dazu bei, Emotionen anzunehmen. Einerseits dadurch, dass man sich den eigenen Emotionen bewusst wird. Andererseits aber auch dadurch, dass auch die unangenehmen Emotionen wie zum Beispiel Wut oder Trauer ihren Platz haben und da sein dürfen.
Dies gilt in gleichem Maße auch für die Gefühle Deines Kindes. Ein Kind, das auch mit seinen unangenehmen Gefühlen von seinen Eltern akzeptiert wird, lernt einen guten Umgang mit schwierigen Emotionen und muss sich nicht dafür schämen. Gleichzeitig lernen Eltern durch Achtsamkeit, ihre eigenen Emotionen besser zu regulieren. Das sorgt dafür, dass sie und ihre Kinder weniger im Stress sind und weniger Konflikte entstehen.

Deine Achtsamkeitsübung
Eine große Herausforderung ist es, die Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren. Oftmals fehlen im stressigen Familienalltag und in all der Hektik Momente, um kurz innezuhalten oder achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen. Deshalb zum Schluss noch eine kleine Übung, die Du einfach mal zwischendurch machen kannst, wenn Du merkst, dass Du Dich gestresst fühlst.
Nimm Dir drei Minuten Zeit. Da auch drei Minuten mit Kindern eine Menge sind, kannst Du diese Übung vielleicht auch nebenbei machen – zum Beispiel, während Du mit Deinem Kind ein Hörspiel hörst oder während Du neben Deinem spielenden Kind auf dem Kinderzimmerteppich liegst.
Minute 1: Konzentriere Dich auf Deinen Atem
Minute 2: Konzentriere Dich auf Deine Körperempfindungen
Minute 3: Konzentriere Dich auf Deine Gefühle
Beende die Übung! Wie ist es Dir ergangen? Kannst Du einen Unterschied feststellen?
Viel Spaß beim Ausprobieren!
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Auch Meditation kann helfen, mit stressigen Situationen langfristig gelassener umzugehen. Wenn Du das Meditieren selbst ausprobieren willst, heißen wir Dich in unserem Online-Meditationsstudio bei Eversports herzlich willkommen. Bequem von Zuhause aus kannst Du an einer unserer zahlreichen von Expert*innen geleiteten live Meditation-Sessions oder Audio-Meditationen teilnehmen.
Wir freuen uns auf Dich!

1 Kommentar
Mindfulife
Hast Du das Gefühl, dass Du von der Achtsamkeit im Bereich der Elternschaft profitieren kannst? Was ist Deine Meinung dazu?