retreat

Dopamin Detox

Von 
Mindfulife
|
14/09/2021

Dopamin Detox - Was sich hinter dem Begriff verbirgt – und was es bringen kann? All das erklären wir euch in dem folgenden Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

Was ist Dopamin und woher bekomme ich es?

Dopamin ist ein Hormon, welches im Gehirn als Botenstoff zur Kommunikation der Nervenzellen dient. Dabei vermittelt es positive Gefühle und wird daher auch als „Glückshormon“ bezeichnet. Im Gehirn kann Dopamin eine Antriebsförderung und längerfristige Motivationssteigerung bewirken.

Dein Gehirn setzt bei jeder Aktivität, von der es eine Belohnung erwartet, Dopamin frei. Da Lernen oder Arbeiten keine unmittelbare Belohnung voraussetzt, wird dabei auch vergleichsweise wenig oder gar kein Dopamin ausgeschüttet. Das Gehirn ordnet alles nach Prioritäten: die Dinge, die am meisten Dopamin ausschütten, erhalten die höchste Priorität.

Dopamin kann sogar dazu führen, dass man Dinge ausübt, die im Nachhinein nicht gut für einen selbst sind, wie bspw. ungesundes Essen zu sich nehmen oder Drogenkonsum. Das liegt daran, dass sich das Gehirn bereits auf eine Belohnung einstellt.

Einen weiteren spannenden Artikel zu Dopamin findest du hier! Schau gern mal vorbei.

Wodurch lässt sich ein Dopaminmangel oder -überschuss erkennen?

Ein Mangel an Dopamin, welches im zentralen Nervensystem auftritt, kann ein Auslöser für die Krankheit Parkinson darstellen. Bei dieser Krankheit sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Während dieser Krankheit wird der Körper immer schwächer, da die Muskeln steif werden. Eine weitere Folge von Parkinson ist Demenz, da auch das Denken für die Betroffenen immer schwerer wird.

Auch ein Überschuss an Dopamin kann negative Folgen haben: Bei Krankheiten wie bspw. Schizophrenie ist der Dopamin-Spiegel erhöht. Um dies zu korrigieren, werden Antipsychotika verabreicht. Da sowohl ein Dopaminmangel als auch ein Dopaminüberschuss schwere Krankheiten zur Folge haben kann, ist es unbedingt notwendig den Dopamin Spiegel im Gleichgewicht zu halten.

Was ist ein Dopamin Detox?

Doch warum sollte man ein Dopamin Detox durchführen, wenn das Glückshormon, bis zu einem bestimmten Grad, eine gute Wirkung hat? Der Trend kommt aus dem Silicon-Valley und bedeutet ganz oberflächlich gesagt. „Alles eliminieren, was Spaß macht“. Kein Handy, kein Social Media, keine sozialen Kontakte. Wie extrem und wie lange das Fasten dauert, ist jeder und jedem selbst überlassen.

Dabei ist das Ziel der Methode, einem Überschuss an Reizen entgegenzuwirken.

Sobald man nämlich Vorfreude auf ein Event verspürt, wird Dopamin ausgeschüttet.

Im Bezugnahme auf die sozialen Medien kann sich die Vorfreude auf neue Likes für ein Bild, einen Beitrag oder auch die Anfrage von neuen Follower*innen beziehen.

Beim Dopamin-Detox soll genau diese Vorfreude unterbunden werden, damit sich das Gehirn von den Reizen erholen kann. Der Körper will nämlich im Gleichgewicht bleiben und entwickelt mit der Zeit eine Dopamin Toleranz. Dadurch wird immer mehr Dopamin benötigt, um sich gut zu fühlen. Das hat zur Folge, dass es viel schwieriger wird, sich für Dinge zu motivieren, die wenig Dopamin ausschütten. Um die Dopamin Toleranz wieder herunterzuschrauben und neue Motivation zu schöpfen, hilft der Dopamin Detox.

Wieso sollte man einen Dopamin Detox durchführen?

In der heutigen Zeit ist es völlig normal, vor allem für Jugendliche, etwa 4-5 Stunden (Stand 2020) am Tag am Handy zu verbringen. Dabei wird viel Zeit für Facebook und Instagram, also den sozialen Netzwerken, verschwendet. Daher bleibt in den meisten Fällen „keine Zeit“ für beispielsweise die Ausübung von Sport, dem Lesen von Büchern oder fokussiert zu arbeiten. Aber: Während Zeit mit Social Media verbracht wird, wird dadurch Dopamin freigesetzt. Die Folge hieraus ist, dass eine hohe Dopamin-Toleranz kultiviert wird.

Was ist beim Dopamin Detox erlaubt und was nicht?

Beim Dopamin Detox gibt es keine klaren Regeln. Für jede Person gibt es andere Beschäftigungen, die ihm oder ihr Spaß bereiten. Tatsächlich geht es aber den meisten Menschen darum, sich von Social Media und digitalen Einflüssen zu distanzieren. Dafür ist es wichtig alle technischen Geräte, also Handy, Laptop, Fernseher etc. nicht zu nutzen. Auch andere Dinge, wie Musik oder Fast Food können für den festgelegten Zeitraum vermieden werden.

Um diese Zeit während des Dopamine Detox sinnvoll nutzen zu können, sind Tätigkeiten wie meditation, lesen, spazieren gehen und aufräumen zu empfehlen. Denn diese Aufgaben werden oftmals aufgeschoben oder vernachlässigt.

Wie kann man anfangen, die Dopamin-Toleranz wieder zu senken?

Du könntest dir einen Tag in der Woche Zeit nehmen und mal alles unterlassen, was dir Spaß bereitet. Dadurch wird das Gehirn nicht mehr von Dopamin überflutet und die Rezeptoren erholen sich wieder. Dabei ist es nicht notwendig, einen ganzen Tag in der Woche den Dopamin Detox durchzuführen. Du kannst auch damit beginnen, ein paar Stunden am Tag auf dein Handy oder deinen Laptop zu verzichten. Irgendwann sollte dir langweilig werden und du beginnst die Dinge auszuüben, die du sonst immer aufgeschoben hast, weil sie dir keinen Spaß bereitet haben. Vielleicht bereiten dir nun eben diese Aufgaben mehr Spaß.

Achtsamkeit Tipps

Wenn du dich mehr für das Thema von achtsamkeitsbasierten Elementen in deinem Alltag interessierst, dann haben wir hier einen interessanten Beitrag für dich! Wir sehen und dort!

Online meditieren mit der Mindclub App

Wenn Du das Meditieren selbst ausprobieren willst, heißen wir Dich in unserer Mindclub App herzlich willkommen. Bequem von Zuhause aus kannst Du an einer unser zahlreichen von Expert:innen geleiteten live Meditation-Sessions oder Audio-Meditationen teilnehmen.

Wir freuen uns auf Dich!

Dopamin Detox

Meditieren lernen für Kinder mit unserem Karten-Set für Kindermeditationen

Unterstütze Kinder spielerisch beim Meditieren lernen mithilfe unseres liebevoll illustrierten Karten-Sets mit 10 Kindermeditationen.

Quellen

2 comments on “Dopamin Detox”

  1. Der Artikel hat alle Fragen beantwortet, die ich im Kopf hatte, vielen Dank. Da waren schon sehr viele Beispiele drin, die mir gut gefallen haben.

    Was noch das Dopamin überstimuliert, ist Masturbation, man merkt es oft nicht, aber Masturbation macht extrem süchtig und da passiert ein Crash, das könnte man noch hinzufügen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Abonnieren Sie unseren Newsletter

envelopebookcrosschevron-downarrow-down
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram