Neues Jahr, neues Glück? Zum Jahresanfang setzen viele Menschen neue Ziele – doch oft scheitern sie schnell. Die SMART-Methode kann Dir dabei helfen, neue Ziele zu erreichen und Dich bei Deinen Vorsätzen und Deinem persönlichen Wachstum zu unterstützen.
Was ist die SMART-Methode?
Die SMART-Methode kommt ursprünglich aus der Wirtschaftswissenschaft und wurde im Laufe der Zeit dem psychologischen Kontext angepasst. Sie dient dazu, Ziele sinnvoll zu formulieren und diese dann realistisch und mit messbarem Erfolg umzusetzen. Die Methode ist besonders hilfreich, wenn Du ein bestimmtes Ziel erreichen möchtest, aber nciht genau weißt, wo Du anfangen sollst oder Dich nicht nachhaltig motivieren kannst. Bei der SMART-Methode findest Du systematisch eine geeignete Zielformulierung und Umsetzung.

Wofür steht die Abkürzung SMART?
Die Abkürzung SMART steht für die fünf Kriterien zur Zieldefinition: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminierbar. Die Methode bietet eine Orientierung, Ziele so zu formulieren, dass sie klar, überprüfbar, motivierend, erreichbar und an eine Ausschlussfrist gebunden sind.
S: Spezifisch
Zunächst wird das Ziel formuliert. Unerlässlich ist es, Dein Ziel so spezifisch wie möglich zu definieren. Es muss einfach und klar formuliert werden, was genau erreicht werden soll. Dies ist zugleich einer der wichtigsten Schritte, denn nur wenn das Ziel klar definiert ist, kann es auch erreicht werden.
M: Messbar
Das Ziel sollte so formuliert werden, dass es messbar ist. Dies kann durch Zahlen oder andere Werte sein.. Der Sinn dahinter ist, seinen Erfolg sichtbar zu machen und somit „messbar“ zu erkennen, dass man seinem Ziel näherkommt.
A: Attraktiv
Das Ziel muss motivierend sein, einen persönlichen oder inhaltlichen Wert haben und positiv formuliert werden. Bei diesem Schritt geht es um das „Warum“ hinter der Zielfestlegung und die damit einhergehende Motivation hinter dem Ziel. Das gewünschte Ziel soll in möglichst positiven Worten beschrieben werden, wodurch das gewünschte Gefühl zustande kommt, indem man sich intensiver in dieses Gefühl hineinversetzt.
R: Realistisch
Um ins Handeln zu kommen, ist es wichtig, dass Dein Ziel realistisch ist. Es sollte im Hinblick auf Deine Ressourcen und Möglichkeiten erreichbar sein, wobei Du Dich schon auch ein wenig herausfordern darfst. Jede große Vision kann nur Step by Step zur Realität werden. Daher ist es auch erlaubt, Dir erstmal ein Teilziel zu setzen. So schafft man Motivation, verhindert aber zugleich Frustration oder Stress durch unrealistische Erwartungen an sich selbst.
T: Terminierbar
Im letzten Schritt muss das Ziel einen festen Zeitraum oder ein Enddatum zur Zielerreichung haben. Du schaffst Dir eine Deadline. Das hilft Dir, Druck zu verspüren und Deine Motivation zu steigern, Dein Ziel zu erreichen. Außerdem hast Du so die Möglichkeit, Dich selbst gewissermaßen zu kontrollieren zu können und Dein Handeln zu reflektieren.

SMART-Methode: Beispiel für ein nicht-smartes Ziel
Ein Beispiel für ein nicht-smartes Ziel im Sinne der SMART-Methode ist:
“Ich möchte mehr meditieren, um weniger zu grübeln und nicht mehr in negative Gedankenspiralen abzurutschen.”
Solche Zielsetzungen scheitern häufig daran, dass sie unklar bleiben, wann und wie Du Dein Ziel überhaupt erreicht willst.
Smart-Methode: Beispiel für ein smartes Ziel
Spezifisch: Ab dem 1. Oktober meditiere ich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen für 20 Minuten mit einer geführten Meditations-App im Schlafzimmer.
Messbar: Ich dokumentiere jeden Tag im Kalender, ob und wie lange ich meditiert habe und schreibe einmal wöchentlich kurze Notizen zu meiner Stimmung und Gedankenlage.
Attraktiv: Ich möchte durch tägliche Meditation mehr innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Klarheit im Alltag erreichen und meine morgendliche Stimmung nachhaltig verbessern.
Realistisch: Ich starte mit 10 Minuten Meditation pro Tag in der ersten Woche im Januar, steigere auf 15 Minuten in der zweiten Woche und ab der dritten Woche halte ich dauerhaft 20 Minuten ein.
Terminierbar: Mein Ziel ist es, nach 90 Tagen die tägliche Meditation – jeweils 20 Minuten am Morgen – fest im Tagesablauf etabliert zu haben. Ab 1. Juni möchte ich 20-Minuten-Meditation täglich erreicht haben.
Haben SMART-Ziele auch Nachteile?
Ziele und insbesondere die Anwendung der SMART-Methode haben auch Nachteile. Oft fokussiert man sich dabei zu sehr auf äußere Veränderungen. Dadurch kann das eigentliche „Warum“ – also innere Bedürfnisse, Motive oder Einstellungen – leicht übersehen werden, was zu Unzufriedenheit führen kann, auch wenn das Ziel objektiv erreicht wurde.
Die Methode fragt selten nach den Beweggründen und der Bedeutung eines Zieles („Warum will ich das?“), was die langfristige Motivation schwächen kann. Ziele, die nicht emotional aufgeladen sind, motivieren selten nachhaltig.

Ein Problem bei manchen Zielen kann sein, dass man etwas im Außen verändern oder erreichen möchte, dabei aber sein Innenleben nicht verändert. Denken wir an ein Ziel, das viele Menschen sich vornehmen, zum Beispiel, dieses Jahr an Gewicht zu verlieren. Gerade bei Themen wie “Abnehmen” sind folgende Reflexionen sinnvoll:
- Warum möchte ich wirklich abnehmen?
- Welche Gefühle und Bedürfnisse verbinde ich mit weniger Gewicht?
- Was hindert mich daran, mich bereits jetzt wertvoll oder zufrieden zu fühlen?
Solche Fragen können helfen, innere Ziele zu formulieren, die zu nachhaltigem Wohlbefinden führen – ergänzend oder sogar wichtiger als das äußere Ziel. Denn selbst wenn man durch strenge Disziplin abgenommen hat und ein „neues“ Körperbild endlich erreicht hat, kann es sein, dass es eine Person nicht nachhaltig erfüllt, auch wenn das Ziel objektiv messbar erreicht wurde. Das bedeutet, dass wir auch in unserem Innenleben Veränderungen und Ziele anstreben sollen. Auch hierbei kannst Du Teile der SMART-Methode nutzen, indem Du insbesondere beim Punkt „A/Attraktiv“ ansetzt.
Auf diese Weise kannst Du persönliche Blockaden oder Gedanken über Dich selbst aufdecken. So kannst Du mit der Methode auch an inneren Prozessen arbeiten und Dich nicht nur auf Veränderungen im Außen konzentrieren. Denn die Arbeit an uns selbst ist oftmals die Voraussetzung, um ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen und erreichte Ziele im Außen wirklich genießen zu können.
überarbeitet von Amina B. (BA, BSc)
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1 Kommentar
Mindfulife
Hast Du die SMART-Methode schon einmal angewandt? Konnte sie Dir dabei helfen, die richtigen Ziele zu finden und zu bestimmen?