Redeangst – Im Studium, auf der Arbeit oder auf einem Event vor Menschen zu reden, kann eine ziemliche Angst auslösen. Wenn Du wissen willst, was der Begriff Redeangst genau bedeutet und was Du dagegen tun kannst, dann lies Dir einfach unseren Beitrag durch!
Was sind typische Symptome von Redeangst?
Jeder von uns hat sicherlich schon einmal Angst davor gehabt, vor einer großen Menge Menschen zu sprechen. Nervosität, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schwindel – Symptome, die häufig auftreten und unangenehm sind. In den meisten Fällen sind diese Anzeichen vollkommen normal. Schließlich tritt man nicht jeden Tag vor einem Publikum auf, ob bei der Rede des Abiballs, auf der Hochzeit als Trauzeug*in oder im Arbeitsalltag, wenn man ein Projekt vorstellen muss.

Was genau unter Redeangst verstanden wird
Bei der Redeangst handelt es sich, wie bei der Prüfungsangst auch, vor allem um die Angst vor der Bewertung des eigenen geistigen Produkts. Hinzu kann eine Angst vor der negativen Bewertung der eigenen Person kommen, die sich auf sämtliche Situationen, bei denen vor Gruppen von Menschen gesprochen wird, ausweiten kann. Übersteigt die Angst, keinen Prüfungserfolg zu erreichen, jedoch einen gewissen Schwellenwert, kann die Leistungsfähigkeit sinken und es können sich Blockaden bilden. In Folge kann ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entstehen, was die Angstsymptomatik weiter verstärken kann. Häufig rührt die Angst daher, dass die Betroffenen sich davor fürchten, ausgelacht oder abgelehnt zu werden und sich selbst zu blamieren.
Trotz dieser Umstände und des Teufelskreises, der durch diese Gedanken entsteht, ist es wichtig zu verinnerlichen, dass Fehler beim Reden nicht schlimm sind. Sich zu versprechen, ist nicht schlimm. Ein Wort falsch zu betonen, ist nicht schlimm. Und erst recht ist es nicht schlimm, wenn die Stimme beim Reden zittert.

Tipps gegen Redeangst und Lampenfieber: So bleibst du bei Präsentationen souverän
- Vorbereitung ist alles: Raum und Technik checken
Ein wichtiger Schritt, um Redeangst zu reduzieren, ist die gründliche Vorbereitung des Präsentationsumfelds. Wenn Du den Raum bereits kennst, fühlst Du Dich wie auf vertrautem Boden – das nimmt Unsicherheit. Geh deshalb im Vorfeld möglichst persönlich vor Ort und schau Dir die Sitzordnung, die Beleuchtung und die Position des Rednerpults an. Auch die Technik solltest Du unbedingt prüfen: Starte den Beamer, verbinde Deinen Laptop und probiere das Mikrofon aus. So weißt Du, wie alles funktioniert und bist vor unliebsamen Überraschungen gefeit. Diese kleinen Checks geben Dir ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit, was Dein Lampenfieber deutlich mindern kann. - Mentales Training: Den Auftritt visualisieren
Mentale Vorbereitung ist genauso wichtig wie die inhaltliche. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, um Deinen Auftritt gedanklich durchzuspielen. Stell Dir vor, wie du selbstbewusst den Raum betrittst, Dein Publikum begrüßt und ruhig mit deiner Präsentation beginnst. Male Dir aus, wie Du souverän auf Fragen reagierst und wie das Publikum Dir wohlwollend zuhört. Visualisiere auch den positiven Abschluss – etwa den Applaus am Ende. Diese Technik hilft dem Gehirn, sich an die Situation zu gewöhnen und reduziert die Angst vor dem Unbekannten. - Wohlfühlfaktor Kleidung
Die Wahl der Kleidung spielt eine größere Rolle, als man denkt. Trage etwas, in dem Du Dich wohlfühlst und das zu Deinem Auftritt passt. Wenn Du Dich in Deinem Outfit sicher und authentisch fühlst, wirst Du automatisch selbstbewusster auftreten. Achte darauf, dass die Kleidung bequem sitzt und Du Dich darin frei bewegen kannst. Überlege auch, was zu Deinem Thema passt – ein seriöser Anzug oder ein dezentes Business-Outfit können Deine Glaubwürdigkeit unterstreichen. Gleichzeitig solltest Du Dich nicht verstellen: Authentizität kommt beim Publikum immer gut an. Wenn Du Dich in Deiner Kleidung wohlfühlst, strahlst Du das auch aus – und das wirkt sich positiv auf Dein Auftreten und Deine Redeangst aus. - Vorher auf die Toilette gehen
Auch wenn es banal klingt: Ein kurzer Gang zur Toilette vor Deinem Auftritt ist ein echter Geheimtipp gegen Nervosität. Viele Menschen spüren vor wichtigen Präsentationen einen erhöhten Harndrang – das liegt an der natürlichen Stressreaktion des Körpers. Indem Du vorher noch einmal zur Toilette gehst, sorgst Du nicht nur für körperliche Entspannung, sondern schaffst Dir auch einen Moment der Ruhe und Besinnung. Nutze diese Zeit, um tief durchzuatmen und Dich mental auf Deinen Auftritt einzustimmen. So startest Du entspannter und konzentrierter in Deine Präsentation – und stehst nicht mit dem Gedanken an körperliche Bedürfnisse auf der Bühne. - Kaugummi kauen (aber rechtzeitig entfernen)
Das Kauen eines Kaugummis vor dem Auftritt kann auf verschiedene Weise helfen, Stress abzubauen und die Redeangst zu mildern. Besonders interessant ist hierbei eine Studie, die den Einfluss von Kaugummikauen auf das subjektive Stresserleben untersucht hat (Yaman‐Sözbir et al., 2019). In einem Experiment mussten die Teilnehmenden verschiedene Aufgaben unter Stress absolvieren – einmal mit und einmal ohne Kaugummi. Die Ergebnisse zeigten, dass das Kaugummikauen die sogenannte „State-Angst“, also die aktuelle, situationsbezogene Angst, signifikant senken konnte. Das bedeutet: Wer vor einer stressigen Situation wie einer Präsentation Kaugummi kaut, fühlt sich kurzfristig tatsächlich ruhiger und weniger angespannt.

Sorgen loswerden
Du weißt nun, was unter dem Begriff Redeangst verstanden wird. Willst Du auch wissen, wie Du es schaffst, generelle Sorgen loswerden zu können? Dann haben wir hier einen passenden Beitrag für Dich!
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1 Kommentar
Mindfulife
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