Mit Veränderungen umgehen: 3 Tipps für mehr innere Ruhe

Veröffentlicht am
12 Oktober 2022
Zuletzt aktualisiert
28 April 2026
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Veränderungen im Leben

Jeder Mensch macht die verschiedensten Veränderungen im Leben durch. Wir geben Dir Tipps, wie Du es schaffen kannst, mit diesen so gut wie möglich umzugehen. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen!

Was tun, wenn es Veränderungen im Leben gibt?

Im Leben treffen wir immer wieder auf die verschiedensten Veränderungen, rückblickend bleibt nichts mehr so wie es mal war. Das zeigt uns, dass wir nicht alles kontrollieren können, was Ängste auslösen kann. Gerade unangenehme Veränderungen können den Menschen stressen: Eine Trennung, der Jobverlust, der Verlust einer geliebten Person. Diese bringen ein hohes Maß an psychischer und sozialer Neuanpassung mit, wobei das Empfinden von Stress an den Grad der Lebensveränderung geknüpft ist (Holmes & Rahe, 1967).

Interessant ist hierbei, dass viele Veränderungen bewusst herbeigeführt werden, wenn man unzufrieden mit der eigenen Situation ist, da ein motivationaler Druck entsteht, die eigene Situation aktiv umzugestalten. Veränderung ist also kein Selbstzweck, sondern folgt dem Bedürfnis nach psychischem Wohlbefinden (Deci & Ryan, 2000). In diesem Artikel geben wir Dir drei Tipps, wie Du besser mit Veränderungen umgehen kannst.

Bevor wir zu den konkreten Tipps kommen, lohnt sich ein kurzer Blick darauf, wieso es uns eigentlich so schwerfällt, uns auf Veränderungen einzustellen. Das liegt vor allem daran, dass wir alte Gewohnheiten aufgebaut haben, die sich in unserem Unterbewusstsein verankert haben und uns so vor zusätzlicher Belastung schützen. Da wir diese Gewohnheiten kennen, geben sie uns Sicherheit und ein gewisses Vertrauen, da keine bewusste Aufmerksamkeit erfordert wird (Verplanken & Aarts, 1999). Viel Mut und Selbstvertrauen erleichtern den Umgang mit Veränderungen im Leben. Was kannst Du tun, wenn Du mitten in einer, vielleicht ungeplanten, Veränderungsphase steckst?

Ein Mann, der auf dem Boden meditiert, um bereit für Veränderungen im Leben zu sein.

Tipp 1: Lasse deine Emotionen zu

Es ist vollkommen normal, wenn mit Veränderungen Gefühle, wie Angst, Trauer oder Panik einhergehen. Wichtig ist, dass Du alle Gefühle und Reaktionen Deines Körpers wahrnimmst und diese benennst, ohne sie zu bewerten. Der Versuch die Gefühle zu unterdrücken oder Tränen zurückzuhalten, macht es nur schlimmer. Verdrängung sollte vermieden werden, weil diese Emotionen später in einer noch stärkeren Form zurückkehren könnten, je nachdem wie stark man versucht sie zu vermeiden (Wegner, 1994). Außerdem gilt, wer emotionale Erfahrungen nicht verarbeitet, trägt ein nachweislich höheres Risiko für körperliche Erkrankungen (Pennebaker, 1997). Journaling kann eine gute Methode sein, gerade wenn Du Deine Gedanken sortieren musst. Vielleicht hilft es Dir auch, mit jemandem darüber zu reden.

Tipp 2: Vermeide Stress

Veränderungen steigern häufig den Stresspegel im Körper, daher ist es wichtig, dass Du weißt, wie Du Dich entspannen kannst. Um Stress abzubauen, eignen sich Sport und Bewegung, Meditation, Atemübungen oder Yoga und Achtsamkeit. Wenn Du diese Techniken anwendest, verringert dies den Ausstoß an Cortisol in unserem Körper und der „Ruhenerv“ wird aktiviert. Studien zeigen, dass bereits regelmäßiges Ausdauertraining Angst und depressive Verstimmungen reduziert und auch Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder Yoga wirken sich positiv auf Stresserleben, Schlaf und Dein allgemeines Wohlbefinden aus (Grossmann et al., 2004; Salmon, 2001). Auch wenn Du mal keine Zeit haben solltest oder es Dir schwerfällt, Dich an hektisch laufenden Tagen zu entspannen, so nimm Dir trotzdem mindestens 5-10 Minuten für Dich.

Mutter macht mit ihrem Kind Yoga

Tipp 3: Siehe Veränderungen als Chance

Wenn sich die eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Jeder hat sicherlich schonmal von diesem Spruch gehört. Egal, ob die Veränderung gut oder schlecht ist, nutze sie als Gelegenheit etwas Positives in der neuen Situation zu finden. Wenn Du Deinen Job verloren oder eine langjährige Beziehung beendest hast, kannst Du es dennoch als Neuanfang sehen. In ein paar Jahren wirst Du zurückblicken und lächeln können.

Jede kleine Veränderung könnte Dich Schritt für Schritt zu Dir selbst führen. Überlege einmal: Welche Veränderungen haben Dich zu dem Menschen gemacht, der Du heute bist? Welche Möglichkeiten haben sich damit für Dich eröffnet? Selbst wenn einige Erfahrungen Dich nicht weit gebracht haben, so bist Du trotzdem daran gewachsen. Du kannst aufschreiben, wofür Du in dieser Phase der Veränderungen dankbar bist. Denn ohne Regen gibt es keine Sonne.

Sonnenlicht Strahlen durchbrechen eine Wolkendecke in den Bergen

Wir hoffen, dass Du, egal welche Situation kommen mag, lernst mit dieser umzugehen und dass Dir diese Tipps geholfen haben!

Nimm Dir heute einen Moment und frage Dich: Welche Veränderung fordert mich gerade – und was könnte sie mir langfristig ermöglichen?

überarbeitet von Friederike S. (Studentin der Medienkommunikation)
am 26.04.2026

Mentales Training

Du hast nun drei Tipps, die Du bei anstehenden Veränderungen im Leben anwenden kannst. Interessiert Dich auch, wie Du mentales Training für dein psychisches Wohlbefinden nutzen kannst? Dann lies Dir gern unseren Beitrag dazu durch!

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Quellen

Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). The “What” and “Why” of Goal Pursuits: Human Needs and the Self-Determination of Behavior. Psychological Inquiry11(4), 227–268. https://doi.org/10.1207/S15327965PLI1104_01

Grossman, P., Niemann, L., Schmidt, S., & Walach, H. (2004). Mindfulness-based stress reduction and health benefits: A meta-analysis. Journal of psychosomatic research57(1), 35-43.

Holmes, T. H., & Rahe, R. H. (1967). The Social Readjustment Rating Scale. Journal of Psychosomatic Research, 11(2), 213–218. https://doi.org/10.1016/0022-3999(67)90010-4

Pennebaker, J. W. (1997). Writing about emotional experiences as a therapeutic process. Psychological science8(3), 162-166.

Salmon, P. (2001). Effects of physical exercise on anxiety, depression, and sensitivity to stress: a unifying theory. Clinical psychology review21(1), 33-61.

Verplanken, B., & Aarts, H. (1999). Habit, Attitude, and Planned Behaviour: Is Habit an Empty Construct or an Interesting Case of Goal-directed Automaticity? European Review of Social Psychology10(1), 101–134. https://doi.org/10.1080/14792779943000035

Wegner, D. M. (1994). Ironic processes of mental control. Psychological Review, 101(1), 34.

1 Kommentar

  • Mindfulife

    Wie gehst Du mit Veränderungen in Deinem Leben um? Gab es vielleicht Veränderungen, mit denen der Umgang eher schwergefallen ist?

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