online studio

5 Tipps für mentale Gesundheit in einem fordernden Job

29/09/2020

Mentale Gesundheit in einem fordernden Job - für einige Menschen mag dies lächerlich klingen. Wie ist es denn bitte möglich, sich mental wohl zu fühlen, wenn man dauergestresst und ständig überfordert ist von all den Aufgaben, die man tagtäglich zu erledigen hat? Na dann lass uns dir sagen: es IST möglich, wenn du dich als Mitarbeiter traust, laut zu werden oder du als Arbeitgeber den Willen hast, für deine Mitarbeiter und ihre Gesundheit zu sorgen.

In Reaktion auf den Trend in der heutigen Arbeitswelt an Menschen, die an Burnout leiden und hohe Unzufriedenheit mit ihrer Work-Life Balance1,2 empfinden, haben Arbeitgeber und Regierungen das Interesse entwickelt, die daraus resultierende Arbeitsausfälle zu vermeiden. Es wurden einige Programme entwickelt, um diese Probleme einzudämmen: Als Mitarbeiter hat man die Möglichkeit diese Dinge in die Diskussion einzubringen oder sie selbst für sich einzufordern, um die eigene mentale Gesundheit zur Priorität zu machen. Grundlegend lassen sich diese Work-Life-Integration Programme in 5 Bereiche einteilen3.

1. Arbeitszeiten verändern

Ein erster Ansatz zur besseren Verbindung von Privatleben und Arbeit und damit eine bessere mentale Gesundheit ist die Veränderung der Arbeitszeiten.  Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem man Mitarbeitern mehr Autonomie über ihre Arbeitszeiten lässt und liberal mit Anfragen nach einem Sabbatjahr, Elternzeit oder Home-Office umgeht. 

2. Informationen beschaffen

Weiterhin kann man den Mitarbeitern diverse Informationen an die Hand geben, die ihnen dabei helfen können Arbeit und Privatleben besser zu verbinden. Zum Beispiel könnte man ihnen über das Intranet Zugang zu Vorlagen von Formularen oder Informationen geben, mit denen sie flexibel Arbeitszeiten beantragen können, mehr darüber erfahren können, wie man mit pflegebedürftigen Eltern umgehen kann oder wie man am besten umzieht.

3. Monetäre Strategien

Ein sehr beliebter Anreiz für Bewerber findet sich in monetären Strategien, bei denen man die Work-Life-Balance durch finanzielle Entlastungen steigern will. Ein Klassiker findet sich hier in bezahlter Elternzeit oder einer finanziellen Teilnahme an der Ausbildung und Sorge für die Kinder.

4. Direkte Dienstleistungen

Einige Unternehmen bieten auch Kindergärten oder sogar Schulen für die Kinder  an, was es den Eltern deutlich leichter machen kann, ihr Privatleben und ihre Arbeit miteinander zu verbinden. Aber auch Concierge Dienstleistungen, bezahlte Betriebsessen oder Ausflüge sowie Rückzugs- und Pausenräume zählen zu diesen Dienstleistungen dazu.

5. Kulturwandel

Eine letzte wichtige Intervention zur Unterstützung der mentalen Gesundheit der Mitarbeiter ist die Anpassung der Firmenkultur, sodass weniger Konflikte zwischen Privatleben und Arbeit entstehen. Wenn die Bezahlung von Vorgesetzten beispielsweise an die Zufriedenheit der Mitarbeiter gekoppelt wird oder man eher auf die erbrachte Leistung der Mitarbeiter schaut, anstatt zu kontrollieren, wie oft sie anwesend sind, so können Arbeit und Familie besser vereinbart werden; weil dafür Anreize geschaffen werden.

Wirkung der Programme für die mentale Gesundheit

Es konnte gezeigt werden, dass sich die Ausgaben für Programme dieser Art auszahlen und wirtschaftliche Schwierigkeiten nie eine Ausrede sein sollten, nicht in sein Personal und deren mentale Gesundheit zu investieren4,5,6. Unter diesen Optionen kann man die kosteneffektivsten für sich auswählen und mit den daraus wachsenden Vorteilen wie Mitarbeitermotivation und Teambuilding besser auf dem Markt konkurrieren.

Was kann man alleine für die eigene mentale Gesundheit tun?

Selbst wenn alle diese Dinge auf taube Ohren stoßen, kann man selbst an seiner eigenen Work-Life-Balance arbeiten. Nach Achtsamkeitsmeditationen erlebt man beispielsweise signifikant weniger Konflikte zwischen Arbeit und Beruf und ist auch zufriedener mit seiner Work-Life-Balance7. Dafür empfehlen wir, hier bei unseren Meditationssessions für Privatpersonen vorbeizuschauen!

Zusammengefasst

Um die Arbeit besser mit dem Privatleben vereinbaren zu können sollte man einen Job haben, der eine Firmenkultur bietet, in der diese Mentalität aktiv unterstützt wird und die dazu passenden Dienstleistungen, Zeitfenster, finanzielle Programme und Informationen bereitstellt. Schließlich profitiert eine Firma selbst am meisten davon. Teilaspekte dieser Interventionen kann man auch individuell für sich einfordern oder vorschlagen. Zudem findet sich in der Achtsamkeit ein weiteres nützliches Werkzeug dafür. Wer mehr darüber erfahren will, wird bei Mindfulife.de schnell fündig werden.

Quellen

1 Shanafelt, T. D., Hasan, O., Dyrbye, L. N., Sinsky, C., Satele, D., Sloan, J., & West, C. P. (2015). Changes in Burnout and Satisfaction with Work-Life Balance in Physicians and the General US Working Population between 2011 and 2014. Mayo Clinic Proceedings90(12), 1600–1613. https://doi.org/10.1016/j.mayocp.2015.08.023

2 Starmer, A. J., Frintner, M. P., & Freed, G. L. (2016). Work-life balance, burnout, and satisfaction of early career pediatricians. Pediatrics137(4). https://doi.org/10.1542/peds.2015-3183

3 Thompson, C. A. (2002). Managing the work-life balancing act: An introductory exercise. Journal of Management Education26(2), 205–220. https://doi.org/10.1177/105256290202600206

4 Tavoletti, E., & Quader, M. S. (2011). Work-life balance interventions prevalent in the Indian industry. South Asian Journal of Management18(2), 108–127.

5 Abendroth, A. K., & den Dulk, L. (2011). Support for the work-life balance in europe: The impact of state, workplace and family support on work-life balance satisfaction. Work, Employment and Society25(2), 234–256. https://doi.org/10.1177/0950017011398892

6 Brough, P., & O’Driscoll, M. P. (2010). Organizational interventions for balancing work and home demands: An overview. Work and Stress24(3), 280–297. https://doi.org/10.1080/02678373.2010.506808

7 Michel, A., Bosch, C., & Rexroth, M. (2014). Mindfulness as a cognitive-emotional segmentation strategy: An intervention promoting work-life balance. Journal of Occupational and Organizational Psychology87(4), 733–754. https://doi.org/10.1111/joop.12072

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Abonnieren
envelopecrossarrow-down linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram