Atem als Anker: 1 Meditationsanleitung für mehr Ruhe & Gelassenheit 

Veröffentlicht am
2 April 2026
Zuletzt aktualisiert
29 März 2026
Kategorie
Alle Artikel
Atem als Anker

Hast Du dich schon einmal gefragt, wie man während einer Meditation am besten sitzen sollte und wie Du deinen Atem als Anker für mehr Ruhe und Gelassenheit nutzen kannst? Genau um dieses Thema, geht es in diesem Video. Dabei gibt es nicht den einen „richtigen“ Sitz. Welche Art des Sitzens sich für Dich während einer Meditation gut anfühlt, kann individuell sein- allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten, die Dir helfen können, Deine Meditation zu verbessern. 

Deine Körperhaltung sollte hierbei die Haltung Deines Geistes widerspiegeln. Das bedeutet, Du solltest auf eine Weise sitzen, in der Du dich konzentrieren, aber dennoch geistig entspannt sein kannst.  In einer guten Meditationshaltung ist der Rücken gerade, der Brustkorb offen, und Dein Becken stabil. So kann der Atem ganz natürlich und frei fließen. Diese Sitzhaltung unterstützt außerdem die Beruhigung Deines Nervensystems und kann Dir helfen, einen ganz gleichmäßigen Rhythmus zu finden. Während des Sitzens ist der Körper außerdem geerdet, ohne dabei schläfrig zu werden, wie es zum Beispiel im Liegen passieren könnte. 

Atem als Anker

Wenn Du möchtest, probieren wir das Ganze mal gemeinsam aus. 

Einladung zur Meditation

Nimm eine für Dich angenehme Körperhaltung ein.

Jetzt, darf für ein paar Minuten alles andere warten. Du darfst Dich später wieder allen Dingen widmen. Du darfst einfach nur hier sein, um mitzumachen.

Spüre deine Körperhaltung und werde Dir bewusst, wie Du gerade sitzt. Wie ist dein Körpergewicht verteilt? Wie ist die Wirbelsäule aufgerichtet? Der Kopf darf leicht geneigt sein, spüre dein Gesicht, besonders Augenbrauen und Stirn. Erlaube diesem Bereich, etwas weicher zu werden.

Wenn wir angespannt sind, beißen wir manchmal die Zähne zusammen. Versuche, auch diesen Bereich zu lockern. Lasse Deine Schultern sinken und werde Dir über Deinen Atem bewusst.

Spüre den Atem durch die Nase ein- und wieder ausströmen. Erlaube dem Atem zu sein, wie er gerade ist und nutze ihn als Anker, zu dem Du immer wieder zurückkehren kannst.

Wenn Du mit der Aufmerksamkeit bei Deinem Atem bist, wirst du feststellen, dass Du abschweifst und die Aufmerksamkeit doch woanders ist. Das ist ganz normal und natürlich.

Während einer Meditation sollen keine Gedanken gestoppt werden, Sinn der Meditation ist es, den Gedanken nicht überallhin zu folgen. Stelle das Abschweifen einfach nur fest und lasse los. Komme zurück zu Deinem Atem, spüre ihn kommen und gehen.

Mache Dir nun deine Umgebung bewusst, in welchem Raum du bist und nimm die Geräusche bewusst wahr. Wenn Du bereit bist, öffne wieder langsam die Augen. 

pexels magicbowls 1830208 3543716

Kurze Reflexion der Übung

Du darfst nach der Meditation gerne einen Moment innehalten und für Dich überlegen, wie die Übung war. Denke allerdings immer daran: während einer Meditation kommt es nicht nur auf die Sitzposition an. Wichtiger ist, dass Deine innere Haltung zählt, du Dich wohlfühlst und Dir keinen Druck machst. Ob im Sitzen oder Stehen, entscheidend ist, dass wir mit einer offenen und wachen Haltung im Moment bleiben. Vor allem am Anfang, kann der Geist noch etwas abschweifen, das ist völlig normal.

 Der Atem als eine Art Anker, ist so etwas wie das passende Gegenstück zu Deiner Körperhaltung. Er kann Dir helfen, bewusst im Hier und Jetzt zu sein. Während wir in einer gewissen Sitzhaltung verweilen, ist unser Atem immer da. Trotzdem verändert er sich ständig und bietet eine ruhige Konstante, zu der wir auch in stressigen Momenten zurückkommen können. Indem wir den Atem spüren, verbinden wir uns wieder mit dem jetzigen Moment. Wenn dabei störende Gedanken oder Gefühle auftauchen, können wir sie einfach wahrnehmen, ohne ihnen sofort zu folgen und mit der Aufmerksamkeit zum Atem zurückkehren. Du kannst Dir den Atem wie einen stillen Freund vorstellen, der Dich immer begleitet und Dich wieder ins Hier und Jetzt führt.

pexels marci money 262045104 13352889

Fazit: Atem als Anker

Die Meditation mit dem Atem als Anker zeigt, wie eng Körperhaltung und innere Ruhe miteinander verbunden sind. Es geht nicht darum, die „perfekte“ Sitzposition zu finden, sondern eine Haltung einzunehmen, in der der Geist offen und konzentriert bleiben kann. Der Atem dient dabei als beständiger Anker, der uns immer wieder ins Hier und Jetzt zurückführt – auch wenn Gedanken abschweifen. Regelmäßige Praxis stärkt Achtsamkeit, Gelassenheit und Selbstwahrnehmung und ermöglicht es, im Alltag bewusster und entspannter zu reagieren. Letztlich ist die Meditation ein Werkzeug, um sich selbst besser wahrzunehmen und inneren Frieden zu kultivieren.

Betty Schneider (B.Sc. Psychologie) 

Meditation zum Mitmachen

Wenn Du Deine Meditationserfahrung vertiefen oder direkt loslegen möchtest, findest Du auf dem YouTube-Kanal „Phil Pham” eine Vielzahl an geführten Meditationen. Dort gibt es auch ein Video („Dein Atem als Anker)“, das gut zu diesem Artikel passt.

Online meditieren mit dem Mindfulife Online-Meditationsstudio

Wenn du das Meditieren selbst ausprobieren willst, heißen wir dich in unserem Online-Meditationsstudio bei Eversports herzlich willkommen. Bequem von Zuhause aus kannst du an einer unserer zahlreichen von Expert:innen geleiteten live Meditation-Sessions oder Audio-Meditationen teilnehmen.

Wir freuen uns auf dich!

Instagram

Lass Dich auf Instagram von kleinen Achtsamkeitsmomenten, praktischen Tipps und inspirierenden Impulsen begleiten – folge uns auf @mindfulife.de!“

Quellen

Jerath, R., Crawford, M. W., Barnes, V. A., & Harden, K. (2015). Self-Regulation of Breathing as a Primary Treatment for Anxiety. Applied Psychophysiology and Biofeedback, 40(2), 107–115. https://doi.org/10.1007/s10484-015-9279-8

 

Kabat-Zinn, J. (2016). Sitting Meditations. Mindfulness, 7(6), 1441–1444. https://doi.org/10.1007/s12671-016-0625-6

Hinterlasse den ersten Kommentar

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner