retreat

Du bist das Glück, das du suchst - 10 Fragen an Frank

Von 
Frank Aschoff
|
20/07/2022
Meditationslehrer, Journalist und Cochrane-Member mit dem Schwerpunktthema Evidenzbasierte Naturheilkunde

Frank Aschoff leitet bei Mindfulife die Meditationssession: "Du bist das Glück, das du suchst." Schwerpunkt ist das Verweilen im bzw. als reines, offenes Gewahrsein. Diese Art der Meditation führt in eine stille, weite Klarheit. Von dort kehren wir mit mehr Frieden, Liebe und Mitgefühl in den Alltag zurück. Freude, Heiterkeit, Gelassenheit und vor allem Verbundenheit – einen Grundton mit diesen Qualitäten hat Franks eigene Meditationspraxis des reinen Gewahrseins ihm über die letzten drei Jahrzehnte geschenkt. Diese Praxis, in der wir lernen, beständiges Glück in uns selbst zu finden, möchte er dich kennenlernen lassen und mit dir teilen.

Wie bist du zur Meditation gekommen? Was war deine Meditationsjourney?

Nach dem Abitur habe ich mir, in der Orientierungsphase, was ich machen will, sehr existenzielle Fragen gestellt: Wer bin ich? Was ist die Wahrheit? Ja und auch: Was ist der Sinn des Lebens? Ich habe dann auf der Suche nach Antworten Evangelische Theologie studiert – und nach vier Jahren festgestellt, dass mir diese Antworten nicht genügen. Ich bin dann – zum Glück – dem Zen begegnet. Jetzt nach 30 Jahren besteht meine eigene Praxis inzwischen im Verweilen im "Reinen Gewahrsein" das an keine bestimmte Tradition geknüpft ist: Man geht hier in, oder besser gesagt, man ist, eine stille, reine, weite, offene Klarheit.

Warum bietest du gerade diesen Kurs an? Welchen Mehrwert bringt dein Kurs?

Mir hat diese Praxis einen Grundton von Freude, Heiterkeit, Gelassenheit und Verbundenheit in mein Leben, meinen Alltag gebracht. Das sagen auch andere über mich 🙂 Und meine Ausgangsfragen wurden beantwortet! Und diesen Effekt sehe ich auch bei anderen Menschen, die diese Meditationsart praktizieren. Sie ist sehr einfach, direkt, wissenschaftlich fundiert, nicht an Glaubenssysteme gebunden – sondern beruht einzig allein auf der Erfahrung. Und sollte auch immer wieder überprüft werden, ob sie sich im Alltag bewährt.

Welchen Stellenwert hat Meditation in deinem Leben?

Ich möchte mich verbunden und glücklich fühlen. Das ist wohl das, was die allermeisten Menschen sich wünschen. Meine Erfahrung ist, dass dies eine Herausforderung ist, vor allem, wenn ich mich in mir selbst nicht wirklich zuhause fühle, nicht weiß, wer ich bin und was der Sinn meines Lebens ist. So ist für mich beides im Wechsel gleich wichtig: Der Rückzug in meine Stille und der lebendige Alltag in Verbundenheit mit Menschen und der Natur. Da ich trotz meiner jungen 58 Jahre 🙂 inzwischen vierfacher Großvater bin, lebe ich in einer sehr lebendigen Familie.

Verbundenheit im Alltag mit mir selbst, den Menschen in meiner Umgebung und der Natur - das ist Glück.

In welchen Momenten merkst du, dass Meditation dir gut tut?

Zum Beispiel, wenn mich das Leben herausfordert! Als junger Mann war ich sehr mit meinen Plänen, Gedanken und Gefühlen identifiziert. Überglücklich, wenn alles lief, wie ich es mir vorstellte, sehr betrübt, wenn nicht. Ich war sozusagen mein Gedanke oder mein Gefühl. Heute ist da viel mehr offener Raum in mir, um die Gedanken, Gefühle, Wünsche oder auch Widerwillen herum. So liebe ich meine Gedanken und Gefühle nach wie vor, aber da ist immer ein Grundton von Gelassenheit, Frieden und Glück – das ist natürlich besonders schön, wenn das Leben mich mit Herausforderungen konfrontiert.

Beschreibe in 3 Worten, wie du dich nach der Meditation fühlst

Verbunden, klar, gelassen.

Was war deine schönste Rückmeldung nach einer Meditation?

Ich erinnere mich da spontan z.B. an eine Teilnehmerin, die begeistert war, diese offene Weite in sich überhaupt entdeckt zu haben, in die sie immer wieder gehen kann. Ihr hatte das Bild vom immer klaren, sonnigen Himmel über den Wolken besonders gut gefallen und geholfen, sich selbst besser zu verstehen und mit sich und den eigenen Gefühlen und Gedanken besser umgehen zu können.

Was war dein schönstes Erlebnis, (das du bei der Meditation hattest)?

Als ich zum ersten Mal die innere Sicht um 180 Grad gedreht habe. Weg von den Objekten in meinem Geist, also den Gefühlen, Gedanken, Bildern, Empfindungen. Hin zu dem, was sieht, wahrnimmt, unserem Gewahrsein, vergleichbar mit einer offenen Weite in uns. Dies geht mit einem starken Gefühl von Verbundenheit einher. Das war und ist immer noch ein Glück – eben das Glück, das wir nicht z.B. in der Erreichung eines Ziels suchen müssen, sondern selbst sind.

Was war deine größte Herausforderung, die du bei der Meditation meistern musstest?

Ich musste verstehen, dass je weniger Zeit ich habe, ich umso mehr meditieren muss – und nicht umgekehrt. Ich hatte eine schwierige Zeit, so im Hamsterrad gefangen, dass ich dachte, ich muss immer schneller laufen, damit ich ankomme ... Es war zu der Zeit schon eine große Überwindung, mir selbst "Stopp!" zu sagen, anzuhalten, dazu zu stehen, auch anderen gegenüber – und mir dann die Zeit für Meditation und Stille wieder zu nehmen. Und dann in der Stille war es am Anfang schwer mit mir selbst auszuhalten: In meinem Kopf war ein großes, hektisches Durcheinander. Ein rasendes Gedankenkarussell. Aber es war wie bei einem Glas mit trübem Wasser, das man einfach mal stehen lasst. Es klärt sich von selbst ..

Was sind deine Tipps für Menschen, die gerne mit der Meditation anfangen möchten (und vielleicht am Anfang struggeln)?

Meditation ist ja ein Oberbegriff, wie z.B. "Sport". Es ist daher wichtig zu wissen, warum man meditieren möchte. Und dann einen erfahrenen Lehrer zu finden, der den Weg zu diesem Ziel selbst aus eigener Erfahrung kennt. Hier ist es wichtig, ein schwieriges Paradox zu verstehen, einen scheinbaren Widerspruch: Natürlich möchte man mit der Meditation etwas erreichen, verwirklichen, zum Beispiel mehr Frieden und Glück leben können. Andererseits geht es in meinem Verständnis von Meditation genau darum, da rauszukommen, aus dem immer mehr, schneller, weiter, besser, dem erreichen wollen, dem immer von A nach B kommen, bzw. wenn man bei A ist in Gedanken schon bei B zu sein ... Also ist Meditation eigentlich auch kein Weg, sondern nur dieser eine Atemzug - Jetzt.

Für wen ist dein Kurs geeignet? Was ist deine Zielgruppe?

Meine Meditationsart ist für jeden Menschen geeignet! Sie erfordert allerdings schon die Bereitschaft, sich eher intensiver auf das eigene Bewusstsein, den eigenen Geist, einzulassen. Sie geht tiefer, als z.B. eine Atemmeditation oder ein Bodyscan. Ein gewisses Mindestalter sollte auch gegeben sein, 16, 17 oder 18 Jahre, je nach Reife. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass Meditation keine Psychotherapie ersetzen kann. Man lässt sich bei allen Meditationsarten verstärkt auf die eigene Innenwelt ein.

Interesse?

Wenn Du das Meditieren selbst ausprobieren willst, heißen wir dich in unserem Online-Meditationsstudio herzlich willkommen. Bequem von Zuhause aus kannst du an einer unser zahlreichen von Expert:innen geleiteten Meditations-Sessions teilnehmen.

Wir freuen uns schon auf Dich!

Auch interessant:

Folge uns für weitere spannende Inhalte und Informationen gerne auf InstagramLinkedIn und Facebook.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

envelopecrossarrow-down
DE
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram