Psychische Gesundheit: 10 kraftvolle Fragen, die Dir helfen können

Veröffentlicht am
9 Juli 2025
Zuletzt aktualisiert
31 Juli 2025
Schatten einer Person vor einem farbenfrohen Sonnenuntergang – Symbol für Resilienz

Kennst Du das Gefühl, wenn plötzlich alles zu viel wird? Gedanken überschlagen sich, Dein Körper fühlt sich müde an, und Du weißt gar nicht mehr so richtig, was Du eigentlich brauchst. Ich kenne solche Momente nur zu gut.

Und genau dann versuche ich, innezuhalten und mich auf meine psychische Gesundheit zu konzentrieren.

Was mir hilft, ist Achtsamkeit. Nicht als perfektes Konzept, sondern als einfache, ehrliche Verbindung zu mir selbst. Wenn ich mir in solchen Momenten bewusst Fragen stelle, bringt mich das wieder ein Stück näher zu mir und hilft mir dabei, meine psychische Gesundheit zu fördern.

Was bedeutet eigentlich „psychische Gesundheit“?

Ich finde es wichtig, dass wir kurz klären, was wir überhaupt unter psychischer Gesundheit” verstehen.

Für mich und auch laut der Definition psychischer Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation geht es dabei nicht nur darum, nicht krank zu sein. Es geht darum, mit Herausforderungen umzugehen, sich selbst zu verstehen, Beziehungen zu gestalten und das eigene Leben sinnvoll zu erleben.

Und was oft vergessen wird: Körperliche und psychische Gesundheit gehören zusammen. Wenn es der Psyche schlecht geht, meldet sich der Körper und umgekehrt.

Daher möchte ich Dir einige Fragen mitgeben, die Du Dir selbst stellen kannst, wenn alles irgendwie zu viel ist.

 

traurige Frau am Steg am Wasser, psychische Gesundheit

10 kraftvolle Fragen, die Dir helfen können, wenn es Dir psychisch nicht gut geht

  1. Wie geht es mir gerade wirklich?

Nicht im Sinne von „Passt schon“ oder „Alles gut“, sondern ehrlich. Was fühle ich gerade? Wut, Erschöpfung, Traurigkeit, Leere? Ich versuche, nichts zu bewerten, sondern nur wahrzunehmen. Das ist oft schon der erste Schritt, um wieder etwas Klarheit zu bekommen.

  1. Was brauche ich jetzt?

Manchmal übergehe ich meine eigenen Bedürfnisse im Alltag total. Aber wenn ich mir diese Frage stelle und still werde, spüre ich oft ganz klar: Ich brauche Ruhe. Oder Nähe. Oder Zeit für mich. Nicht das, was ich denke, brauchen zu müssen, sondern das, was mein Inneres mir zuflüstert.

  1. Bin ich gerade zu streng mit mir?

Meine innere Stimme kann ziemlich hart sein. Vielleicht kennst Du das auch. Dann frage ich mich bewusst: Würde ich so mit jemandem sprechen, den ich liebe? Wenn die Antwort Nein” ist, ist es höchste Zeit, liebevoller mit mir selbst umzugehen.

  1. Was darf ich heute loslassen?

Es gibt Tage, da trage ich viel zu viel mit mir rum: alte Gedanken, zu hohe Erwartungen, Dinge, die ich eigentlich gar nicht will. Loslassen bedeutet für mich nicht aufgeben, sondern bewusst Platz schaffen für das, was mir wirklich guttut – und damit auch meine psychische Gesundheit zu fördern.

  1. Welchen Gedanken glaube ich? Und sind diese überhaupt wahr?

Da sind oft Sätze in meinem Kopf wie: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich versage sowieso“. Aber stimmt das wirklich? Wenn ich solche Gedanken aufschreibe und sie hinterfrage, wird vieles klarer. Ich erinnere mich dann an meine eigenen Ressourcen, z. B. durch Affirmationen für meine psychische Gesundheit:

„Ich bin genug.“
„Ich darf Fehler machen und trotzdem wertvoll sein.“
„Ich bin auf dem Weg – und das ist okay.“

  1. Was würde mir heute guttun?

Es muss nichts Großes sein. Ein Spaziergang, ein gutes Essen, zehn Minuten Musik oder einfach mal gar nichts tun. Kleine Dinge mit großer Wirkung. Das ist oft genau das, was ich in schwierigen Momenten brauche.

  1. Wie fühlt sich mein Körper an und was versucht er, mir zu sagen?

Manchmal merke ich erst durch körperliche Signale, dass etwas nicht stimmt: Spannung im Nacken, Druck auf der Brust, flacher Atem. Ich versuche dann, meinen Körper nicht zu ignorieren, sondern ihn ernst zu nehmen – denn körperliche und psychische Gesundheit sprechen miteinander.

  1. Wann habe ich mich das letzte Mal lebendig gefühlt und warum?

Ich liebe diese Frage. Sie bringt mich zurück zu Momenten, in denen ich mich leicht, verbunden und klar gefühlt habe. Oft sind es gar keine großen Ereignisse, sondern kleine Augenblicke: Tanzen, Lachen, Natur, echte Gespräche. Und manchmal finde ich darin einen Hinweis, was mir gerade fehlt.

  1. Was hat mir früher geholfen, als es mir ähnlich ging?

Ich erinnere mich bewusst daran, was mir schon mal Kraft gegeben hat: Schreiben, ein gutes Gespräch, Meditation, Bewegung. Diese Frage bringt mich zurück zu meinen inneren Werkzeugen. Sie sind alle da, ich habe sie nur manchmal vergessen.

  1. Wofür kann ich heute dankbar sein, auch wenn’s gerade schwer ist?

Manchmal ist es nur ein kleines Lächeln, eine heiße Dusche, das Gefühl von Bettwäsche auf der Haut. Aber genau das kann mein Blickfeld wieder weiten. Dankbarkeit verändert nicht alles, aber sie verändert mich. Und das reicht oft schon, um wieder einen neuen Schritt zu gehen.

Mein Fazit: Kleine Fragen mit großer Wirkung

Diese Fragen sind zwar keine Wundermittel, aber sie geben mir oft Halt und können mich beruhigen. Sie helfen mir, mir selbst zuzuhören, und das ist ein ganz zentraler Bestandteil, um die psychische Gesundheit nicht nur zu erkennen, sondern auch zu fördern.

Wenn Du Dich gerade in einer schwierigen Phase befindest, erinnere Dich daran:

Du musst da nicht alleine durch. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass Du Verantwortung für Dich übernimmst. Ob durch Therapie, Coaching oder ein gutes Gespräch.

Konnten Dir ähnliche Fragen vielleicht schon einmal helfen? Teile Deine Erfahrungen gerne mit uns – vielleicht inspirieren Deine Ideen auch andere Personen!

Selina C. (Psychologiestudentin)

Haustier im Arm halten für die psychische Gesundheit

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Quellen

Blickhan, D. (2018). Positive Psychologie: Ein Handbuch für die Praxis. Junfermann Verlag.

Galderisi, S., Heinz, A., Kastrup, M., Beezhold, J., & Sartorius, N. (2015). Toward a new definition of mental health. World psychiatry14(2), 231.

Juchmann, U. (2020). Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie bei Depressionen und Ängsten. MBCT in der Praxis. Mit E-Book inside und Arbeitsmaterial. Beltz.

Scherenberg, V., & Pundt, J. (2020). Psychische Gesundheit wirksam stärken – aber wie? (1. Aufl.). Apollon University Press.

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