online studio

Stärke deine Partnerschaft mit Achtsamkeit

12/05/2021

Um Streitereien und Konflikte kommt man in der Partnerschaft bekanntlich schwer rum. Besonders in Zeiten der Pandemie, in der sich viele Menschen unter sozialer Isolation und anderen Belastungen neu anpassen müssen, haben es Paare nicht leicht. Viele Konflikte und emotionale Verletzungen entstehen dabei nicht aus bösem Willen, oft auch nicht aus Mangel an Zuneigung, sondern schlichtweg aus Unachtsamkeit. Man denkt nicht über die Gefühle des Partners nach, man wird von der Situation überrumpelt und von irgendwelchen Impulsen gesteuert, über die man sich selbst keine Rechenschaft gibt – und schon ist es passiert: der Partner ist getroffen, schlägt zurück oder verschließt sich gekränkt… Doch wie können Konflikte in der Partnerschaft mit genügend Umsicht ausgetragen werden?

In diesem Artikel erfährst du, wie Achtsamkeit deine Partnerschaft und Beziehungen zu deinen Liebsten stärken kann.

Finde heraus, was du willst

Wie auch alle anderen Beziehungen, ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder in Freundschaften, sind Partnerschaften oftmals von Missverständnissen und mangelnder Kommunikation betroffen. Partner*innen streiten sich, reden aneinander vorbei und wissen häufig selbst nicht, was sie denn eigentlich wollen. Leider vergessen wir allzu schnell einen wichtigen Aspekt: Andere Menschen können nicht in unsere Köpfe hineinschauen und unsere Wünsche, Erwartungen oder auch Ängste lesen. Umso wichtiger ist es daher, im Miteinander klare Stellungen zu beziehen und dem Partner an den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen teilhaben zu lassen.

Um eine gesündere Beziehung zu führen, hilft es also, bei sich selbst anzufangen. Indem wir unseren eigenen Bedürfnissen mehr Achtsamkeit schenken, sind wir in der Lage, die Beziehung zu uns selbst zu verbessern. Dies wiederum stärkt nicht nur unseren eigenen Selbstwert, sondern kräftigt auch die Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Investiere also Zeit in dich selbst, um herauszufinden was du willst und wie du dir euer Miteinander vorstellt.

Verstehe erst, bevor du verstanden wirst

Regelmäßig passiert es, dass wir unserem Gegenüber nicht richtig zuhören, wenn er oder sie uns etwas erzählt. Das liegt vor allem daran, dass Menschen dazu tendieren, zunächst einmal verstanden werden zu wollen, um Einfluss auf den/die Zuhörer*in zu nehmen. Dies führt dazu, dass wir im Alltag zuweilen unseren Mitmenschen sowie unserem Partner oder Partnerin nur mit einem Ohr zuhören. Wir sind mit unseren Gedanken ganz wo anders oder planen bereits eine Antwort. Auch hier bietet es sich an, Achtsamkeit im Dialog zu praktizieren. Dies führt dazu, dass er oder sie deine Aufmerksamkeit spürt, er fühlt sich wahrgenommen und geschätzt. Wichtig dabei ist, dass du das Gesagte nicht bewertest und dein Gegenüber ausreden lässt. Somit werden Missverständnisse vermieden und Vertrauen aufgebaut.

Zwischen Reiz und Reaktion

Viktor Frankl kam in seiner Zeit als Häftling während des zweiten Weltkriegs zu einer erkenntnisreichen Tatsache,  welche in dem heutigen Verständnis der Achtsamkeit ihren Platz findet: Wir Menschen unterscheiden uns von anderen Lebewesen, da wir die Freiheit haben, die zwischen Reiz und Reaktion liegt. Wenden wir dies auf unsere Beziehungen mit anderen Menschen an, können wir entscheiden, was wir zwischen Reiz und Reaktion tuen. In Streitigkeiten werden wir nur zu häufig von Gefühlen wie Wut und Enttäuschung übermannt. Der Streit verlagert sich auf eine Ebene, in der Sachlichkeit und Entschuldigungen keinen Platz mehr finden. Genau in diesen Situationen ist es wichtig, nicht sofort zu reagieren, sondern bewusst innezuhalten und nur zu fühlen.

Versuche bei der nächsten aufreizenden Bemerkung innezuhalten und wahrzunehmen, welche Empfindungen, Gedanken und Gefühle in dir gerade hochsteigen, um dann eine bewusste und achtsame Reaktion darauf zu wählen.

Mehr Mitgefühl und Dankbarkeit

Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen Menschen zunehmend isolierter und folglich mehr mit sich selbst beschäftigt sind, kommen tiefliegende Ängste, Sorgen und Emotionen an die Oberfläche, welche normalerweise von einem abwechslungsreichen Alltag überdeckt werden. Daher ist es umso mehr von Bedeutung, dass sich Partner*innen und Mitmenschen gegenseitig austauschen und Mitgefühl füreinander zeigen. Wenn wir Achtsamkeit ganzheitlich auf unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen anwenden, können wir die Sichtweisen und Gefühle anderer Personen besser nachvollziehen. Wie Du mehr Mitgefühl generell in deinen Alltag einbauen kannst, erfährst du here.

Achtsamkeit zu praktizieren führt schließlich dazu, für alles dankbar zu sein, was in unserem Leben ist. In sich zu kehren und wahrzunehmen, was man hat, lehrt uns Dankbarkeit. Wer achtsam im Hier und Jetzt ist, begegnet seinem Partner oder seiner Partnerin mit mehr Wertschätzung.

Probiere es aus!

Falls Du dich fragst, wie Du die in diesem Artikel genannten Tips am besten umsetzt, kannst du dich gerne in unserem online Meditationsstudio anmelden. Alternativ laden wir Dich auch gerne dazu ein, auf unserem Youtube Kanal eine geleitete Meditation auszuprobieren.

Dieser Artikel in Kürze

  • Horche in Dich hinein und höre zunächst auf deine eigenen Bedürfnisse
  • Achtsames Zuhören verbessert die Kommunikation in Deinen Beziehungen und beugt Missverständnisse vor
  • In aufreizenden Situationen achtsam zu bleiben, hilft uns eine bewusste Reaktion zu wählen
  • Durch mehr Achtsamkeit gelangen wir zu mehr Dankbarkeit und Wertschätzung

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Abonnieren Sie unseren Newsletter

envelopecrossarrow-down
en_GB
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram